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Gauck, Joachim (1940)
Biografie:
Pfarrer, geboren am 24. Januar 1940 in Rostock, Vater Kapitän, 1958 Abitur, 1958 bis 1965 Theologiestudium in Rostock, ab 1965 verschiedene Funktionen im Dienst der Evangelischen Landeskirche Mecklenburg, 1989 Mitglied und im Sprecherrat des Neuen Forum Rostock, 1990 Vorsitzender Sonderausschuss Kontrolle Auflösung Ministerium für Staatssicherheit (MfS) bzw.Amt für Nationale Sicherheit, 1990 bis 2000 Behördenchef für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR, 2010 Kandidat von SPD/Grüne für das Amt des Bundespräsidenten, 2012 von Bundesregierung und SPD/Grüne für das Amt des Bundespräsidenten nominiert.
Inhalte: Zur Personalstruktur des MfS, Vergleich der Effektivität des faschistischen Geheimdienstes und der des MfS, zu den Aufgaben der Aufarbeitung: »wahrnehmen, was ist«, keine exakte Historiografie, sondern »das Zulassen einer schmerzlichen Begegnungskrise«, über die Dimensionen der Wahrnehmung und verschiedene Ursachen des Schmerzes bei der Aufarbeitung, die »Revolution« von 1989/90, der SED-Staat sowie Struktur und Handlungsweise des MfS, Möglichkeiten für jeden Bürger, die Gauck-Behörde zu nutzen, zum Begriff der »politischen Aufarbeitung« und über historische Aufarbeitung als wesentliche Forderung der Demokratiebewegung, was »seine« Behörde leisten kann und was nicht, Erwartung an Parlament und Institutionen bei der Überprüfung von Personen, Übereinstimmung der »Kultur des Handelns aus Hoffnung« mit der »Kultur des Erfolgs«, zum Beitrag, den die ostdeutsche Gesellschaft für den Westen leisten kann und über seine Gelassenheit gegenüber dem »erfolgreichen Typus des Wirtschaftsdemokraten«. Links
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