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Harich, Wolfgang (1923 - 1995) biography: Philosoph, Publizist, geboren am 9. Dezember 1923 in Königsberg, Vater Germanist, Schule und Gymnasium in Neuruppin und Berlin, 1945/46 KPD/SED, Studium der Philosophie und Literaturwissenschaft in Berlin, publizistische und kulturpolitische Tätigkeit, Lehrbeauftragter und Dozent, Lektor beim Aufbau-Verlag, erster Chefredakteur der DZfPh, 1956 Verhaftung durch das MfS, 1957 Verurteilung zu zehn Jahren Zuchthaus wegen »Bildung einer konspirativ-staatsfeindlichen konterrevolutionären Gruppe«, 1964 Freilassung nach Amnestie, seit 1965 ohne feste Anstellung, Forschungen zu Jean Paul und Feuerbach, Beschäftigung mit ökologischen Themen, 1979 Invalidisierung, Aufenthalte in Österreich, Spanien, der BRD und der Schweiz, Engagement in der Friedensbewegung, 1990 Kassation des Urteils von 1957 und vollständige Rehabilitierung, gestorben am 15. März 1995 in Berlin.

annotation: Über die Zeit von 1946 bis in die 50er Jahre und sein politisches Engagement zur Lösung der nationalen Frage, der Einheit Deutschlands, über eine Vortragsreise 1952 durch Westdeutschland, u.a. über Johann Gottfried Herder, Hegel-Diskussion, Bitte von Johannes R. Becher, für die Annahme der »Stalin-Note« von 1952 zu werben, Periode des Terrors und der Hysterie von Juli 1952 bis Juni 1953, Kurt Hagers Kulturpolitik, Aufbau der DZfPh und inhaltliche Differenzen zwischen Bloch, Harich und Hager, DDR-Philosophie und Hegel-Auffassung, über Leo Kofler, Klaus Zweiling, Wolfgang Abendroth, Ernst Bloch und Georg Lukács als Opfer von Hagers Politik, zur Entstehung der Gruppe um Harich, Rolle der DZfPh, Einflüsse Blochs und Lukács’, über Heinz Zöger, Gustav Just, Günter Schubert, Manfred Hertwig, Bernhard Steinberger, Treffen mit Paul Merker und Gespräch mit Steinberger, Stalinismus und stalinistische Schauprozesse in der DDR, Versuch von Johannes R. Becher, Bertolt Brecht, Stephan Hermlin und von Harich selbst, die Annahme der Pariser Verträge zu verhindern, Überlegungen zu einem »besonderen deutschen Weg«, XX. Parteitag der KPdSU 1956 unter Nikita S. Chruschtschow, Harichs Ziel, die Lehren dieses Parteitages auf die deutsche Frage anzuwenden und eine »liebenswerte DDR« zu schaffen, seine »Sonderbeziehungen zu den Russen«, Puschkin-Gespräch und Michail Woslenski, Reaktion der Gruppe auf das Botschafter-Gespräch, Konzeption der Gruppe um Harich und Einfluss Georg Lukács’, Zusammenarbeit und Begegnungen mit Georg Lukács und dessen Einfluss auf Harich, über die deutsche Einheit, Entstalinisierung und SED, Begegnung mit und Beziehung zu Wolfgang Leonhard, Einfluss des 17. Juni und des »Titoismus«, über Vorschläge, Walter Ulbricht abzulösen und durch Paul Merker oder Franz Dahlem zu ersetzen, Gespräch mit Walter Ulbricht über Vorgänge in Ungarn 1956, Treffen im Haus von Walter Janka in Kleinmachnow 1956, über Paul Merker als möglichen Nachfolger Walter Ulbrichts, Merkers Haft und Haftgründe, Beziehungen und persönliche Diskrepanzen zwischen Paul Merker und Walter Ulbricht seit 1930, Oktober 1950 »Geburtsmakel der DDR«: Einheitsliste und offene Wahl, Vorladung zu Walter Ulbricht, Reaktionen und Hoffnungen der Harich-Janka-Gruppe, Motive, Anlass und Umstände seiner Kontakte zum Ostbüro der SPD, Versuch von Johannes R. Becher und Anna Seghers, Lukács aus Ungarn in die DDR zu holen, Verhaftung am 29. November 1956 und Vernehmungen, über den Vorwurf des Verrats, über Verhaltensmöglichkeiten beim Schauprozess 1957, Rolle von Walter Janka und Paul Merker, Verhalten von Anna Seghers, über die nationale Frage und Bertolt Brecht als geistigen Inspirator der Angeklagten, Isot Kilian und Bertolt Brecht, der Aufbau-Verlag und die Redaktion des Sonntag, über Walter Markov und Heinz Zöger, das Urteil, Untersuchungshaft, Haftbedingungen und Spitzelei, Einschätzung des eigenen politischen Verhaltens, Begründung seiner »Dankbarkeit« gegenüber der Stasi für die Verhaftung, Verhalten der Anwälte im Schauprozess, Harichs Schlusswort im Prozess und Reuebekenntnis, über Jochen Wenzel und dessen Tod, die Möglichkeit der Nutzung von Anstaltsbibliotheken während der Haftzeit, Herzinfarkt in Bautzen und politisch-emotionaler Hintergrund, Verlegung nach Berlin, Kontakt mit Oberstleutnant Seifert, berufliche Eingliederung nach der Haftentlassung: freier Mitarbeiter im Akademie-Verlag, Angebot von Helene Weigel, Arbeit am Jean-Paul-Buch, Reise nach Westdeutschland zur Propagierung der deutschen Einheit, zu Walter Jankas „Schwierigkeiten mit der Wahrheit“, die Strafanzeige gegen Janka, Kontroverse mit Janka und Vermittlungsversuche durch Helga Schütz, Unterschiede zwischen Janka und Harich und der Versuch eines gescheiterten Dialogs zwischen den beiden, das Kassationsverfahren: Aufhebung des Urteils von 1957 und Freispruch, aber Ablehnung der Anträge Harichs, die »Janka-Legende«, Stefan Heyms Roman „Collin“, das Verhältnis Janka – Harich und Begründung der geistigen Abhängigkeit vom Mythos des »proletarischen Revolutionärs« Walter Janka, Einschätzung des DDR-Systems und dessen Justiz, Chancen und Illusionismus des »Unternehmens Harich«, über das eigene Demokratie-Verständnis, Vergleich von Zielen der Harich-Janka-Gruppe der 50er Jahre mit denen der Wendebewegung 1989, über die Einheit und Zukunft Deutschlands, über Ökologie und aktuelle Aufgaben, z.B. Notwendigkeit der Aufarbeitung der Parteigeschichte der SED, über gesellschaftspolitische Sicherheitskonzepte und Gorbatschows Reformpolitik, über Christa Wolf, die im Oktober 1989 Walter Jankas Rolle hochgespielt hat, über Lebensirrtümer, Leitbilder und Berufswahl, mentale und rationale Weltsicht.
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  • Wolfgang Harich. Neben allen Stühlen.
  • Wolfgang Harich. Widerstand gegen Walter Ulbricht.
  • Über Ernst Bloch.
  • Ich bin kein Lump. Wolfgang Harich
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Harich, Wolfgang
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