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Nagel, Ivan (1931 - 2012)
biography:
Theaterwissenschaftler, Publizist, Intendant, geboren am 28. Juni 1931 in Budapest, entstammt jüdischer Familie, tauchte im Zweiten Weltkrieg unter, konnte nach dem Krieg nicht in Budapest studieren, 1948 Flucht in die Schweiz, Abitur in Zürich, lebte in Paris , Heidelberg, dann in Frankfurt am Main, studierte dort Philosophie bei Adorno, danach Theater- und Musikkritiker, 1960 bis 1969 Chefdramaturg der Münchner Kammerspiele, 1972 bis 1979 Intendant Deutschen Schauspielhaus Hamburg, 1979 Theaterfestival „Theater der Welt“, 1981 bis 1983 für die FAZ in New York, anschließend Intendant Staatsschauspiel Stuttgart, 1989 bis 1996 Professur UdK Berlin, wichtige Werke: „Streitschriften“ (2001), „Das Falschwörterbuch“ (2004), „Gemälde und Drama – Giotto, Masaccio, Leonardo“ (2009), gestorben am 9. April 2012 in Berlin.
annotation: Über sein Buch "Gemälde und Drama". Historiengemälde als Leitgattung der westeuropäischen Kunst, Darstellung der Theorie von der Antike bis zur Aufklärung, Eckpunkte Platon und Diderot. Plato: Drama und Gemälde sind Vergegenwärtigung von Vergangenheit, Verlockung zur Identifikation zu Gutem und Bösem, deshalb Verbannung der Künstler aus seinem Staat. Diderot: gleiche Argumentation, Tugend liebenswert, Laster hassenswert darstellen. Drei Gottesreliefs von Dante sind keine Ikonen, sondern sind auch Historienbilder, das „sichtbare Sprechen“, Interpretation von drei Gemälden Giottos, Masaccios, Leonardos: Handlung ist nicht Erzählung sondern Drama. links
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